KOPENHAGEN FOODGUIDE: Essen, Locations, Tipps

Hey guys! Nachdem ich Euch in meinen bisherigen Beiträgen diverse Outfit Ideen präsentiert habe, gibt es heute etwas Neues! Denn wie Ihr wisst, geht es bei 7 Miles to Paris nicht nur um Mode, sondern auch um Lifestyle. Dabei kommt Reisen und Essen natürlich eine ganz wichtige Rolle zu. Wie Ihr wisst, war ich vor einigen Wochen in Kopenhagen. Mit dem heutigen Beitrag präsentiere ich Euch meinen Kopenhagen Foodguide. Im Folgenden findet Ihr also Wissenswertes rund um’s Essen in Kopenhagen sowie meine ganz persönlichen Rezensionen 5 ausgewählter Locations. Ich hoffe, dass Euch dieser Foodguide bei Eurem Aufenthalt in Kopenhagen weiterhelfen wird. Aber auch wenn Ihr gerade keine Reise nach Kopenhagen geplant habt, lohnt es sich weiterzulesen. Vielleicht weckt ja gerade dieser Foodguide Eure Lust, Kopenhagen einmal zu besuchen!

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WARUM EIN KOPENHAGEN FOODGUIDE?

Im Wesentlichen aus zwei Gründen:

  1. Um’s Essen kommt Ihr nicht herum.
  2. Kopenhagen ist in Sachen Essen etwas speziell.

AUF EINEN BLICK: WAS FÜR ESSEN ERWARTET MICH IN KOPENHAGEN?

Dänemark, ein Land, was man – anders als etwa Italien oder Frankreich – nicht unbedingt mit gastronomischer Finesse in Verbindung bringt. Und wenn man einmal ein paar Tage in Kopenhagen war, dann wird man vielleicht zu dem Schluss gelangen, dass das auch in Ordnung geht. Überspitzt gesagt, scheinen die Dänen Essen eher als eine pragmatische Angelegenheit anzusehen. So nach dem Motto „Wenn ich Hunger bekomme, dann esse ich einfach das, worauf ich gerade Lust habe.“

In Kopenhagen kommen daher insbesondere Fast Food Liebhaber auf ihre Kosten. Fast Food findet ihr in Kopenhagen wirklich in allen Variationen: Hot Dogs, Shawarma, Kebab, Sushi und vor allem eins: BURGER. Fischgerichte scheinen hingegen – entgegen meinen Erwartungen – eher ein Schattendasein zu führen. Bemerkenswert ist schließlich, dass recht großen Wert auf Bio Produkte gelegt wird. Immerhin!

Wer nun denkt, dass man bei dieser Art Essen günstig davon kommt, der irrt sich. In Kopenhagen bekommt Ihr Fast Food zu Preisen der haute cuisine! Dies liegt (neben der derzeitigen Euro-Schwäche) insbesondere an der recht hohen Mehrwertsteuer in Höhe von 25% sowie daran, dass in den Preisen eine Service-Gebühr in Höhe von 15% eingerechnet ist. Dafür braucht ihr Euch dann aber wenigstens um’s Trinkgeld keine Sorgen zu machen 😉

Hier ein paar Beispiele für die Preise (bei einem Wechselkurs von 1 DKK =1,34 EUR):

Burger: 80 bis 125 DKK (10,80 bis 16,80 EUR)

Hot Dog: 20 bis 35 DKK (2,70 bis 4,70 EUR)

Suppe: 65 bis 100 DKK (8,70 bis 13,40 EUR)

Cappuccino: 35 bis 50 DKK (4,70 bis 6,70 EUR)

Cola (0,5l): 20 bis 30 DKK (2,70 EUR bis 4 EUR)

Im Folgenden möchte ich Euch 5 Locations näher vorstellen, die ich für Euch getestet habe. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von 1 (unbefriedigend) bis 5 (sehr gut) jeweils nach den Aspekten „Essen“, „Lokal/Location“ sowie „Lage“.

*DISCLAIMER*: Natürlich gibt es in Kopenhagen auch gehobene Restaurants, in denen man exquisite Speisen verzehren kann (z.B. das NOMA). Dieser Kopenhagen Foodguide konzentriert sich aber auf die Darstellung des allgemeinen Trends und das Essen im Alltag.

1. VESTERBRO’s ORIGINALE BURGER RESTAURANT

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Adresse: Istedgade 34, 1650 København V

Website: vb-burgers.dk

Öffnungszeiten: täglich von 12:00 bis 22:00 Uhr

Das Essen (4 von 5 Punkten): Die Burger von Vesterbro’s sind super. Sie sind groß, rustikal und man hat die Wahl zwischen diversen interessanten Kreationen. Werft doch mal einen Blick auf die  Karte 😉 Ich selbst habe „The Original“ und „The Almighty“ probiert. Beide fand ich sehr lecker. Trotz seiner vielen Zutaten wirkt „The Almighty“ nicht überladen. Insbesondere die Verwendung der roten Beete fand ich unkonventionell aber erstaunlich lecker. Auch das Spiegelei auf dem Patty war super. Der Bacon ist top. Den Käse fand ich beim „The Original“ besonders gut.

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Mein Tipp: Mit „The Original“ macht man nichts verkehrt. Wenn ihr etwas Exotischeres Sucht und besonders viel Hunger habt, dann gönnt Euch ruhig den „Almighty“. Dieser kann wirklich einiges. 😉

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Letztlich ist es bei Burgern immer eine Frage des Geschmacks. Persönlich lege ich viel Wert darauf, dass die Grundzutaten stimmen. Diese sind für mich das Fleisch, der Bun und die Soße. Das Fleisch ist bei Vesterbro’s außen herum relativ kross angebraten, innen dafür aber noch saftig genug. Zudem erhält man bei jedem Burger eine ordentliche Menge (beim Burger „The Almighty“ ganze 300g). Schön wäre es gewesen, wenn man die Garstufe des Fleischs hätte wählen können,  wie es regelmäßig bei Steaks der Fall ist. Den Patty bei Vesterbro’s würde ich als well-done einstufen.

Beim Bun hingegen kann man wählen zwischen light, dark oder brioche bun. Ich selbst habe mich für den dark bun entschieden. Dieser hätte für meinen Geschmack noch etwas körniger sein können. Lobenswert ist aber immerhin, dass man diese gesündere Variante überhaupt angeboten bekommt.

An der Soße ist nichts zu bemängeln. Insbesondere ist der Burger nicht mit Soße überladen. Man kann also das Fleisch und die anderen Zutaten noch rausschmecken. Das Negativbeispiel bildet in diesem Punkt für mich der Big Tasty Bacon von Mc Donald’s. Dort ist die Soße derart dominant, dass man ein gegrillte Socke statt einem Patty essen könnte und es nicht merken würde!!

Bei den Beilagen kann man zwischen einer Vielzahl von Fries wählen. Die Original Fries können für mich nicht mit der Qualität der Burger mithalten. Sie sehen zwar gut aus, aber Ihr wisst ja: Auf die inneren Werte kommt es an 😉 Ich fand sie etwas zu fettig und matschig. Immerhin bekommt man hausgemachten Ketchup dazu. Dieser schmeckt nicht so süß wie herkömmlicher Ketchup, ist allerdings recht flüssig. Bemerkenswert ist die Vielzahl an Mayo-Variationen, die zur Auswahl stehen. Besonders empfehlenswert ist die Bearnaise Mayo.

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Das Lokal (5 von 5 Punkten): Die Location passt perfekt zu einem Burger Restaurant. Bereits von außen sieht das Lokal sehr stylisch aus. Man betritt es über eine kleine seitliche Treppe. Die Einrichtung ist eine Mischung aus industrial, alternativ und American Diner. Das Licht ist angenehm – nicht zu grell, nicht zu duster. Die Tische sind aus massivem Holz und jeweils mit einer Kerze gedeckt. Die Stahlstühle sind relativ simpel, passen aber gut in das rustikale Gesamtbild. Das Highlight bilden für mich die Backsteinwände, die zu einer rundum gemütlichen Atmosphäre beitragen. Die Wand an der Fensterseite ist hingegen weiß gekachelt, wodurch sich ein interessanter Kontrast ergibt. Besonders schön finde ich die Plätze am Fenster. Durch die erhöhte Lage des Lokals hat man einen guten Blick auf die Straße und kann hier auch etwas länger verweilen, ohne dass einem langweilig wird. Gerade an kalten oder stürmischen Tagen kann man hier auch einfach nur einen Cappuccino (32 DKK = ca. 4,30 EUR) oder eine heiße Schokolade (35 DKK = ca. 4,70) genießen.

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Die Lage (3 von 5 Punkten): Vesterbro’s Burger Restaurant befindet sich im Stadteil Vesterbro, nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt. Läuft man die Istegadstraße entlang, so findet man dort auch noch diverse andere Cafés und Restaurants. Die Gegend ist nicht sonderlich spektakulär, geht aber insgesamt in Ordnung. Etwas weiter südlich befindet sich der „Meatpacking District“. Dort findet man eine Vielzahl cooler Restaurants (insbesondere Fleisch) und Bars. Insbesondere am Wochenende einen Besuch wert!

Sonstiges: Es gibt auch heiße Getränke (Tee, Kaffee, Schokolade). Man muss also nicht zwingend Burger essen.

Bei Take-Away gibt es bei Vesterbro’s übrigens 10% Rabatt auf’s Essen. Die Location ist allerdings ihr Geld wert.

2. GRILLEN CHRISTIANSHAVN

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Adresse: Dronningensgade 42, 1420 København K

Website: www.grillenburgerbar.dk

Öffnungszeiten: täglich 11:30 bis 23:00 Uhr

Das Essen (4 von 5 Punkten): Die Burger sind etwas „kommerzieller“ als bei Vesterbro’s Burger. Sie gehen im Vergleich zu den rustikalen Burgern von Vesterbro’s ein wenig mehr in Richtung Mc Donald’s. Dies merkt man bereits daran, dass die Burger nicht so gross sind. Man kann sie mit den Händen essen. Geschmacklich sind sie jedenfalls lecker und bilden eine gute Alternative zu rustikalen Burgern. Letztlich ist es wie immer eine Frage des Geschmacks. Es ist ein bisschen wie bei Rock Musik (Vesterbro’s) oder Pop Musik (Grillen). Ich selbst habe den „John Doe“ und den „Bacon & Cheese“ probiert. Wer neben dem Fleisch etwas mehr Frische in seinem Burger sucht, der sollte den „John Doe“ nehmen.

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Ansonsten kann ich den „Bacon & Cheese“ sehr empfehlen. Überzeugend finde ich insbesondere das Zusammenspiel von Bacon und Soße (es müsste sich um eine Mischung aus Mayo und Ketchup handeln). Ich weiß nicht, ob Ihr schon einmal einen „Big Bacon“ der belgischen Hamburger Kette „Quick“ gegessen habt. Ich habe diesen Burger als Kind in den 90er Jahren in Paris einfach nur geliebt. Die Kombination des krossen Bacon und der Mayo schmeckt einfach nur göttlich. Nun, der „Bacon & Cheese“ von Grillen Christianshavn hat mich geschmacklich sehr stark daran erinnert. Allein deshalb würde ich ihn jederzeit wieder essen.

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Das Lokal (3 von 5 Punkten): Das Lokal ist eher funktional gestaltet. Es erinnert mit seinem dunklen Holz an die Einrichtung eines Steakhouses. Die Glühbirnen im industriellen Stil, die überall von der Decke hängen sind cool. Ansonsten würde ich das Lokal aber eher als unspektakulär bezeichnen.

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Die Lage (4 von 5 Punkten): Das Grillen Christianshavn befindet sich – wie der Name schon verrät – in Christianshavn. Es ist eines von zwei Grillen Restaurants in Kopenhagen (das zweite befindet sich im alternativen Nørrebro). Der Stadteil Christianshavn zählt zu den gehobeneren Gegenden in Kopenhagen und ist definitiv einen Besuch wert. Hier findet Ihr schöne Altbauten aus dem 17. Jahrhundert, nette Cafés und einen Kanal, an dem man wunderbar spazieren kann. Insgesamt erinnert der Stadtteil ein wenig an Amsterdam. Auch die Freistadt Christiania kann hier besucht werden. Hierbei handelt es sich um eine alternative Wohnsiedlung, die insbesondere von Aussteigern und Hippies bewohnt wird und mittlerweile auch zu einem der klassischen touristischen Ziele von Kopenhagen geworden ist. Auch den Copenhagen Street Food (hierzu noch sogleich) findet ihr hier.

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Sonstiges: Das Menü im Grillen folgt einem Baukasten-Prinzip. Für einen Pauschalpreis von 109 DKK (14,65 EUR) kann man hier frei einen Burger, einen Typ Pommes (ziggy, curly oder grove) sowie einen Dip wählen. Montags bis freitags bekommt man das Menü in der Mittagszeit (von 11:30 bis 16:00 Uhr) sogar schon für 79 DKK (10,60 EUR). Das ist für Kopenhagener Verhältnisse äußerst fair!

Es gibt Ben & Jerry’s Milkshakes!

3. COPENHAGEN STREET FOOD

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Adresse: Trangravsvej 14, 7/8, 1436 København K

Website: http://copenhagenstreetfood.dk

Öffnungszeiten: So-Mi von 12:00 bis 21:00 Uhr, Do-Sa von 12:00 bis 22:00 Uhr

Das Essen (4 von 5 Punkten): Der Copenhagen Street Food besteht aus vielen unterschiedlichen Essensständen und -buden. Es lässt sich daher keine pauschale Bewertung für das Essen abgeben. Die Bewertung bezieht sich daher auf die Vielfalt des Angebots. Diese lässt – zumindest was Street Food anbelangt – kaum Wünsche offen.

Natürlich findet ihr am Copenhagen Street Food ganz klassisches Street Food wie Hot Dogs, Shawarma, Sushi, Tacos, Fish & Chips, belgische Pommes, Pizza, Pasta, Fish & Chips sowie allgemein Spezialitäten aus Indien, Brasilien, Kolumbien, Thailand, China etc. Natürlich gibt es auch hier wieder Burger. Und das gleich dreimal („Duck It“, „Fat Burger“ sowie Fischburger bei „Fish-Art“)

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Daneben findet man aber auch Essen für die etwas gesündere Ernährung. Zu nennen sind hier beispielsweise die Stände „Brass“ (glutenfreie Eier-Wraps in verschiedenen Variationen), „Chopped Salad“ (Salatvariationen), „Fish-Art“ (Fischgerichte), „Handmade“ (Roggenbrot-Schnitten), „Juicen“ (Smoothies), Root Food (diverse Speisen und Getränke aus Bio-Zutaten) und „The Spoon Company“ (Suppen).

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Desserts und Süßigkeiten findet ihr bei „Cheesecaken“ (American Cheesecakes mit skandinavischer Note), Ishytten (Bioeis und diverses Süßgebäck) und „The Pancake“ (Pancakes nach britischer Art).

Auch für Getränke ist gesorgt. Insbesondere gibt es einen Bierstand, einen Weinstand, eine Cocktailbar und eine Kaffeebar. Beim Kaffee gibt es neben den üblichen Espresso, Cappuccino und Co. Auch Espresso-Varianten mit alkoholischen Shots (z.B. Amaretto). Gerade im Winter kann das zum Aufwärmen ganz nett sein 😉

Einen guten Überblick über die verschiedenen Stände findet Ihr auf der Website des Copenhagen Street Food.

Ich selbst habe am Copenhagen Street Food einen Cappuccino (mit doppeltem Espresso-Shot und Soja-Milch) am Stand „The Silver Streak Coffee Club“ getrunken und an einem Protein-Stand einen Protein Muffin gegessen. Der Cappuccino war im Verhältnis Preis-Leistung in Ordnung. Absolute Premium Qualität war es noch nicht, aber es gibt definitiv schlechteren. Von der Qualität her würde ich ihn mit dem Cappuccino von Starbuck’s vergleichen.

Der Protein Muffin war ebenfalls gut. Der Protein Muffin ist zuckerfrei und wird aus Bio-Zutaten hergestellt. Er besteht im Wesentlichen aus Proteinpulver, Kakaopulver, Apfel und Banane. Als eher „gesunde Süßigkeit“ ist er nicht allzu süß. Die Konsistenz fand ich sehr gut. Wenn ihr auf Eure Ernährung achtet und Lust auf etwas Süßes bekommen solltet, könnt Ihr hier zugreifen.

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Wer hingegen keine Angst vor Zucker hat, der geht zu „Sweet Food“, „The Pancake“ oder „Ishytten“. Der dänische Apfelkuchen von Ishytten war allerdings eher enttäuschend. Im Ergebnis handelt es sich um übersüßtes Apfelmus, das mit Kuchensträuseln vermischt ist.

Die Location (5 von 5 Punkten): Der Copenhagen Street Food Markt befindet sich in einer umfunktionierten Halle einer früheren Papierfabrik. Natürlich lässt sich die Location nicht mit einem Restaurant vergleichen. Man muss schon ein wenig auf Jahrmarkts- oder Weihnachtsmarkt-Atmosphäre stehen. Es ist eben Street Food. Man muss sein Essen aber nicht zwingend im Stehen genießen. Es gibt diverse Sitzgelegenheiten. Dadurch, dass die Location umschlossen und überdacht ist, kann man hier aber auch bei Wind und Wetter Zuflucht suchen. Die einzelnen Stände sind liebevoll und originell gestaltet. Wer Food Trucks mag, wird sich hier sehr wohl fühlen.

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Die Lage (5 von 5 Punkten): Der Copenhagen Street Food Markt befindet sich sich auf Papirøen („Papierinsel“) im Stadteil Christianshavn und liegt somit direkt am Wasser. Im Sommer kann man hier schön am Pier entlanglaufen. Der Stadteil Christianhavn ist ohnehin einen Besuch wert. Neben der idyllischen Lage gibt es viele Sehenswürdigkeiten und nette Ecken, die man zu Fuß ablaufen kann. Genannt seien hier insbesondere der Nyhavn („neuer Hafen“), der mit seinen bunten Giebelhäusern eine der klassichen Sehenswürdigkeiten von Kopenhagen darstellt und die bereits angesprochene Freistadt Christiana, der ein gewisser Kult-Status zukommt. Auch die Uferpromenade „Langelinie“ mit der Bronzenfigur der kleinen Meerjungfrau („Den Lille Havfrue“), dem Wahrzeichen von Kopenhagen, ist nicht weit entfernt. Selbst wenn Ihr also keinen sonderlich großen Hunger habt, lohnt es sich, den Copenhagen Street Food zu besuchen und Euch das Drumherum einmal anzusehen.

4. FRK. BARNERS KÆLDER

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Adresse: Helgolandsgade 8A, 1653 København V, Dänemark

Website: http://frkbarners.dk

Öffnungszeiten: täglich von 12:00 bis 16:30 Uhr und von 17:30 bis 23:00 Uhr

Das Essen (4 von 5 Punkten): Wer keine Lust (mehr?) auf Fast Food hat, der findet bei Frk. Barners Kælder („Fräulein Barners Keller“) gutbürgerliche dänische Küche. Ein Blick auf die Karte verrät, dass sich die dänische Küche nicht allzu weit von der deutschen bzw. österreichischen  bewegt. Es gibt ein Mittags- und ein Abendmenü, die jeweils eine gute Mischung an kalten und warmen Fleisch- und Fischgerichten bieten. Mittags gibt beispielsweise geröstete Schweinelende, Hackfleischbällchen, Kalbsleber, geräucherten Aal oder Shrip Sandwich. Vom Abendmenü lassen sich Kalbshaxe, Wiener Schnitzel, Rindersteak, Boulette, Eintopf, Kabeljaufilet und Lachsfilet aufführen. Als Beilage gibt es oftmals Kartoffeln in zahlreichen Variationen, Pilze, Bacon und Gurken. Diverse Hering-Variationen finden sich sowohl auf der Mittags-, als auch der Abendkarte.

Wer die deutsche gutbürgerliche Küche mag, der wird Frk. Barners Kælder mögen. Die Gerichte sind dem Grunde nach einfach, aber nach traditioneller Manier und mit sorgfältig ausgewählten Zutaten zubereitet.

Ich selbst habe hier das „Danish Hamburg Steak“ und das Wiener Schnitzel probiert.

Beim Danish Hamburg Steak handelt es sich um Hackfleisch, das mit einem Spiegelei, gekochten Zwiebeln, Gurkensalat, Kartoffeln und brauner Soße serviert wird. An der Qualität der Zutaten ist nichts auszusetzen. Das Fleisch hätte meiner Meinung nach etwas gegart sein können. Es war ein wenig trocken.

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Für ein gutes Wiener Schnitzel muss man natürlich nicht nach Dänemark fahren. Wer allerdings Lust auf ein Wiener Schnitzel hat, der bekommt bei Frk. Barners Kælder wirklich ein respektables Kalbsschnitzel geboten. Das Fleisch war angenehm zart, das Schnitzel insgesamt nicht zu fettig. Die Portion war auch nicht zu klein. Noch eine Warnung: Das Schnitzel wird mit einem kleinen Hering-Topping serviert. Wer das nicht mag, kann den Hering aber einfach runternehmen.

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Das Lokal (4 von 5 Punkten): Frk Barners Kælder hat die klassischen Züge eines gemütlichen, traditionellen Restaurants, wie man es auch in Deutschland findet. Da es sich – wie der Name schon sagt – um eine Art Keller handelt, ist die Atmosphäre etwas dunkler. Das passt aber ganz gut zur gutbürgerlichen Küche. Insbesondere für die wärmere Jahreszeit gibt es vor dem Lokal auch eine bedeckte Terrasse. Das Lokal scheint auch in diversen Reiseführern empfohlen zu werden, da die Zusammensetzung der Gäste recht international war. Auch die englische Fassung der Karte zeigt, dass man auf internationale Gäste vorbereitet ist. Die starke touristische Präsenz hat für mich ein wenig den Flair des klassisch dänischen Lokals beeinträchtigt. Dennoch ist zu betonen, dass Frk Barners Kælder keine Touristen-Abzocke ist. Die Preise sind – gemessen am Kopenhagener Standard – durchaus fair und das Lokal setzt einen gewissen Qualitätsanspruch an die angebotenen Speisen. Gerade zur Mittagszeit wird das Lokal auch von Einheimischen besucht, was mich überhaupt dazu bewegt hat, das Lokal auszuprobieren.

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Die Lage (3 von 5 Punkten): Frk. Barners Kælder befindet sich in der Nähe des Hauptbahnhofs. Wie in nahezu jeder Stadt, zählt die Bahnhofsgegend nicht gerade zu den exklusivsten. Hier finden sich viele auf Touristen ausgerichtete Restaurants, Wechselbuden sowie das eine oder andere Rotlichtlokal. Allerdings hält sich das Ganze noch in Grenzen und man kann sich auch zu späterer Stunde noch gut bewegen ohne unangenehme Begegnungen befürchten zu müssen. Gerade wenn sich Euer Hotel in der Nähe befinden sollte, bietet Frk. Barners Kælder eine gute Option für ein spontanes Abendessen.

5. KOHAOF VESTEBROGADE

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Adresse: Vesterbrogade 105B, 1620 København V, Dänemark

Website: kohaof.dk

Öffnungszeiten: Mo-Do 11:30 bis 21:00 Uhr, Fr bis 22:00 Uhr, Sa 12:00 bis 22:00 Uhr, So 12:00 bis 21:00 Uhr

Das Essen (4 von 5 Punkten): Falls Ihr auf der Suche nach einer Alternative zum Fast Food seid, könnte das Kohaof Vestebrogade eine gute Idee sein. Hier gibt es hauptsächlich Suppen (aber nicht nur). Für ein gesundes Abendessen bei winterlichem Wetter würde ich das Kohaof definitiv empfehlen.

Das Menü (auch auf Englisch) ist recht originell gestaltet, da es einem Baukasten-Prinzip folgt. Zuerst wählt Ihr aus sechs verschiedenen Suppen. Hier dürfte für jeden etwas dabei sein. Es gibt sowohl mildere, als auch würzige, orientalisch angehauchte Varianten. Die Suppen sind auch recht nahrhaft, da sie unter anderem Quinoa, Chia-Samen oder Bohnen enthalten. Wenn Ihr Euch für eine Suppe entschieden habt (bei mir war es „Skipper Skræk“) wählt Ihr zwei Toppings aus. Zuletzt entscheidet Ihr Euch für den Schärfegrad. Wenn man möchte, kann man zusätzlich noch Fleisch-, Fisch- oder Gemüsespieße mit Dips dazu bestellen.

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Die Qualität der Suppen liegt – wie man es von einem Suppenrestaurant erwartet – im oberen Segment. Die Suppen sind cremig und mit Bio-Zutaten zubereitet. Die verschiedenen Variationen sind originell und die Zutaten harmonieren gut miteinander und geben jeder Suppe ihr individuelles Gepräge. Das Preis-Leistungsverhältnis geht für Kopenhagen in Ordnung.

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Übrigens (falls Ihr davon noch nicht genug haben solltet): Auch im Kohaof gibt es Burger!

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Das Lokal (4 von 5 Punkten): Das Lokal ist klein, simpel eingerichtet aber dennoch gemütlich. Die Bedienung war sehr freundlich. Alles in allem ist das Kohaof eher etwas für eine schnelle Mahlzeit. Für ein schickes Dinner gibt es andere Locations.

Die Lage (3 von 5 Punkten): Kohaof Vesterbrogade befindet sich in Vesterbro, westlich vom Stadtzentrum und an der Grenze zu Frederiksberg. Läuft man vom Zentrum bzw. Hauptbahnhof aus die Vesterbrogade entlang, so findet man zahlreiche, gut besuchte Lokale. Diese scheinen auch weniger touristisch geprägt zu sein. Das Kohaof Vesterbrogade befindet sich eher am Ende der Straße, wo es schon wieder ein wenig ruhiger und weniger belebt ist. Legt man Wert auf ein belebtes Ambiente, sollte man sich eher am Anfang der Vesterbrogade umsehen oder in den unweit gelegenen „Meatpacking District“ gehen.

FAZIT KOPENHAGEN FOODGUIDE

Wie Ihr seht, gibt es in Kopenhagen einige interessante Lokale, in denen man gut essen kann. Es dürfte klar geworden sein, dass Fast Food in Kopenhagen in inflationärer Menge vorhanden ist. Wenn man sich ein wenig umsieht, lassen sich aber durchaus Alternativen finden. Doch auch wer allgemein einer gesunden Ernährungsweise folgt, der sollte in Kopenhagen zumindest einmal eine Ausnahme einlegen. Fast Food (und insbesondere Burger) sind für Kopenhagen einfach charakteristisch und es lassen sich hier auch wirklich gute Lokale finden. Meine Tipps: VESTERBRO’s BURGER RESTAURANT (siehe die Rezension oben) oder TOMMI’s BURGER JOINT im Meatpacking District. Einen Besuch des Meatpacking District würde ich ohnehin empfehlen. Dort gibt es jede Menge trendige Lokals und speziell am Freitag oder Samstag Abend ist einiges los! 😉

 

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